Pin It

Wie kann man Narben vorbeugen?

Eine Narbe ist mit Sicherheit nichts schönes, allerdings gehört sie einfach zum Leben dazu. Jeder wird sich früher oder später eine Verletzung zuziehen oder eine OP benötigen. Dank des heutigen Wissensstandes ist es jedoch möglich, Narben so gering wie möglich zu halten bzw. etwas vorzubeugen. Je nach Haut und Genetik ist es aber ganz unterschiedlich, weshalb man im Vorfeld nie genau sagen kann, was von einer Wunde tatsächlich zurückbleiben wird.

Narbenpflaster nach OP

narbenWenn eine OP ansteht, muss eine gerade Linie gezogen werden. Sobald der Schnitt unsauber erfolgt, wird auch die Narbe im Nachhinein schlimmer ausfallen. Wenn die Wunde zugenäht wird, muss außerdem darauf geachtet werden, dass keine Spannung entsteht. Nach der Operation muss die Wunde immer gut versorgt werden. Man sollte sich nicht der Sonne aussetzen und außerdem Narbenpflaster oder spezielle Cremes verwenden. Durch einen Druckverband wird das Infektionsrisiko außerdem verringert. Narben haben keine Talgdrüsen, weshalb das Einmassieren von Cremes besonders wichtig ist. Nur dann kann die Hautstelle geschmeidig gehalten werden. Silikongel ist ein weiteres Hilfsmittel, das gerne zum Einsatz kommt. Dieses kann 14 Tage nach der Operation verwendet werden und unterstützt unter anderem bei der Nahtentfernung. Die oberste Hautschicht wird dabei abgeschirmt, was die Wasserkonzentration erhöht. Damit wiederum wird die Bildung von Enzymen gefördert und Kollagen abgebaut. Es wird nicht mehr so viel neues Bindegewebe gebildet.
Narbenkorrektur

Narbenkorrekturen können dann durchgeführt werden, wenn die Betroffenen psychisch leiden und sich in ihrer Haut total unwohl fühlen. Eine Narbe ist erst nach einem Jahr ausgewachsen, weshalb auch erst nach dieser Zeit eine Korrektur stattfinden kann. Narben, die zu einer funktionellen Behinderung führen, können allerdings auch früher behandelt werden. Ausgewachsene Narben erkennt man daran, dass sie sehr blass sind und nicht mehr schmerzen. Narben, die noch wachsen sind eher rosa und können auch mal jucken.

Welche Narbenarten gibt es?

Einerseits gibt es Keloide, die fleischfarben, rosa oder rot sind und wuchern. Die Wundränder werden überschritten und können noch über Jahre hinweg wachsen. Solche Narben entstehen vor allem durch Akne, Verbrennungen und traumatischen Wunden. Meistens erkennt man sie durch die Verfärbung der Haut und ihre feste Struktur. Wenn sie gerade wächst, wird es jucken und bei Druck Schmerzen verursachen. Solche Narben können im schlimmsten Fall Bewegungsabläufe einschränken und kommt insbesondere zwischen dem 10. Und 20. Lebensjahr vor.

Die hypertrophe Narbe ist eine dicke, rötlich gefärbte Narbe, die jedoch nicht über die Wundgrenze hinauswächst. Meistens wird solch eine Narbe erst nach sechs Wochen richtig sichtbar und kann bis zu zwei weitere Jahre wachsen. Eine spontane und eigenständige Rückbildung ist eher unwahrscheinlich.

Bei einer atrophen Narbe handelt es sich um eine Zerstörung des Bindegewebes, was besonders oft bei Windpocken und Akne vorkommt. Hautbereiche können sich zusammenziehen und schrumpfen.

Instabile Narben treten eigentlich nur an Regionen auf, die einer großen Hautspannung ausgesetzt sind. Gelenkregionen sind sehr gefährdet. Es können sich Geschwüre bilden, die mal zurückgehen und wiederkehren. Hieraus können sogar Narbenkarzinome entstehen, weshalb sie bestenfalls chirurgisch entfernt werden.

Zu guter Letzt gibt es auch noch die kosmetischen Narben, also die Narben, die einen zwar nicht beeinträchtigen, aber als extrem störend empfunden werden. Manche Menschen leiden so sehr, dass es zu psychischen Störungen kommt. Solche Narben sollten auf jeden Fall korrigiert werden.

Leave a Reply